CO₂-neutraler Energieträger der Zukunft

Das Ziel: Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 und Reduzierung der CO₂-Emissionen auf null. Doch das gelingt nur, wenn auf die Verbrennung der fossilen Energieträger Öl und Erdgas weitgehend verzichtet wird. Besondere Bedeutung kommt dabei Wasserstoff zu, dem CO₂-neutral hergestellten Energieträger der Zukunft.

Das Bild zeigt eine Rohrleitung mit der Aufschrift "H2" für Wasserstoff.

Die Energiewende im Gebäudebereich kann sich nicht allein auf elektrische Heizsysteme beschränken, denn dazu müsste die Stromerzeugung mit enormen Investitionen vervielfacht werden. Um Verbraucher und Wirtschaft finanziell nicht zu überfordern, zeichnet sich schon heute ab, dass es bis zum Jahr 2050 einen sinnvollen Mix aus elektrisch betriebenen Wärmeerzeugern sowie aus Gas-Brennwertgeräten und Brennstoffzellen geben wird, die Wasserstoff nutzen. Dem CO₂-neutral hergestellten Energieträger Wasserstoff messen Experten besondere Bedeutung zu.

Kreislauf des Wasserstoffs

Mit erneuerbarem Strom erzeugt der Elektrolyseur aus Wasser (H₂O) Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂). H₂-ready-Heizgeräte verbrennen den Wasserstoff hocheffizient, wobei neben Wärme zum Heizen wieder Wasser entsteht – der Kreislauf ist geschlossen. Durch Nutzung erneuerbarer Energien ist die Wasserstofferzeugung CO₂-frei.

Kreislauf des Wasserstoffs bei H2-ready-Heizgeräten

Strategien für den Ausbau von Infrastrukturen

Mit Wasserstoff lassen sich sehr kurzfristig deutliche Erfolge bei der Verringerung der CO₂-Emissionen erzielen. Würde unserem Erdgas 20 Prozent Wasserstoff beigemischt – was heute grundsätzlich bereits möglich ist – könnten die Treibhausgasemissionen schon jetzt um rund 7 Prozent pro Jahr verringert werden. Ein erheblicher und zugleich schnell wirksamer Beitrag zum Klimaschutz. Die Politik treibt deshalb den Aufbau von Infrastrukturen für die Erzeugung, Verteilung und Nutzung des neuen Energieträgers Wasserstoff voran. So legte Anfang Juli 2020 die EU-Kommission eine Wasserstoffstrategie vor, die den starken Ausbau der Erzeugungskapazitäten vorsieht. Auch die Bundesregierung hat in diesem Sommer ihre Nationale Wasserstoffstrategie veröffentlicht. Darin werden Finanzmittel in Höhe von insgesamt 9 Milliarden Euro für die gezielte Weiterentwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur in Aussicht gestellt.

Grüner Wasserstoff – was steckt dahinter?

Wasserstoff kommt auf der Erde nicht in reiner Form vor. Er muss also zunächst erzeugt werden. Für die Gewinnung des neuen Energieträgers haben Politiker und Experten vor allem die Elektrolyse von Wasser im Blick. Der dazu benötigte Strom kommt aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen, die schon heute an wind- und sonnenreichen Tagen mehr Strom produzieren, als verbraucht werden kann. Dieser Überschussstrom soll dazu genutzt werden, Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Der so völlig CO₂-frei gewonnene Wasserstoff wird als "grüner Wasserstoff" bezeichnet.

Der Energiespeicher der Zukunft im Video "Wasserstoff Explainer":

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